Grob gesagt würde ich (Jan) sagen: Gottesdienst ist ein Treffen von Menschen, die an Gott glauben. Oder konkret: Gottesdienst ist die Veranstaltung, bei der sich "die Gemeinde" ganz konkret vor Ort trifft. Naja, früher war das zumindest so, dass alle da waren.
Inzwischen ist es ziemlich schwierig, einen Termin zu finden, an dem ALLE können. Besonders Familien mit Kindern und zwei arbeitenden Elternteilen brauchen den Sonntag für sich, um überhaupt als Familie etwas zu unternehmen. Manchen ist es zu spät oder zu früh, sich um 9, 10, 11 oder 18 Uhr zu treffen.
Manche Menschen treffen nicht gern andere Menschen. Und dann ist da noch die Geschmacksfrage, denn der Gottesdienst hat inzwischen bei vielen Menschen einen zweifelhaften Ruf: Sie finden ihn langweilig. Oder sie haben sich einfach nie daran gewöhnt, in "den Gottesdienst" zu gehen. Viele fragen sich: Wofür brauche ich den überhaupt?
In Konfi möchten wir euch einige Gottesdienste zeigen. Dazu gehört die Form, die bei uns im Lautertal oft gefeiert wird - aber auch andere, besondere Formen. Für andere Zielgruppen.
Jetzt die Frage an euch: Wofür könnte der Gottesdienst zu gebrauchen sein? Trage es in das Padlet hier unten ein; schreibe deinen Namen bitte dazu!
Im Gottesdienst versammeln sich die Gläubigen. Sie kommen zusammen, um ihren Glauben zu teilen und Gemeinschaft zu haben. Ein bisschen wie ein Treffen mit Freunden oder Familie - nur dass hier alle an denselben Gott glauben.
Manchmal gibt es deswegen auch im oder nach dem Gottesdienst etwas zu Essen und Trinken - damit noch Gelegenheit ist, sich zu unterhalten!
Im Gottesdienst beten und singen die Menschen zusammen. In vielen Liedern, aber auch in (rituellen) Gebeten oder Gebetsgesängen (Ehr sei dem Vater und dem Sohn und so weiter) wird Gott gelobt. Vielleicht etwas vergleichbar mit Fans, die ihren Lieblingskünstler feiern - allerdings steht Gott hier im Mittelpunkt.
Gemeinsam Singen macht übrigens viel Freude. In der Kirche ist es nicht wichtig, ob du gerade oder schief singst. Es geht um das Gemeinsame!
Anders als bei den meisten Konzerten oder Treffen im Freundeskreis gibt es in vielen Gottesdiensten auch einen Lehr-Aspekt. Dann ist von einem Predigtgottesdienst die Rede. Diese Tradition ist sehr alt. Früher wie heute versucht die Predigt zu erklären, was die Bibelgeschichten oder der Glaube (oder das Gottesverhältnis oder oder oder) für das tägliche Leben bedeutet.
WICHTIG: Nur weil jemand auf der Kanzel steht, heißt das nicht, dass er oder sie immer Recht hat. Anders als in der katholischen Kirche (Ex Kathedra) darf ALLES diskutiert werden. Denn nur durch den Austausch von Argumenten wird die bestmögliche Idee entwickelt. Dieser Lehr-Aspekt war den Reformatoren (Martin Luther etc.) sehr wichtig und hat zur Abspaltung von der Katholischen Kirche geführt.
Viele Gottesdienste beinhalten auch spezielle Rituale. Ein Ritual ist das gemeinsame Glaubensbekenntnis, das Vaterunser oder die Kollekte (die das Dankopfer ersetzt, das die Menschen früher gebracht haben).
Aber auch spezielle Rituale werden im Christentum gottesdienstlich begangen: Taufe, spezielle Segnungen (Bspw. Ehesegnungen), Verabschiedungen/Bestattungen, Einweihungen etc.
Ein gut gemachter Gottesdienst gibt den Menschen die Möglichkeit, über ihr Leben, ihr Handeln und ihren Glauben nachzudenken. Eine Zeit, in der du dich auf das Wesentliche konzentrieren kannst und darüber nachdenken kannst, was du eigentlich möchtest. Gibt es etwas, was du in deinem Leben ändern möchtest?
Die Liturgie bezeichnet im Allgemeinen den festgelegten Ablauf von religiösen Zeremonien und Gottesdiensten. Dies kann Gebete, Gesänge, Lesungen, Predigten und bestimmte Handlungen einschließen. Der Begriff stammt aus dem Griechischen und bedeutet wörtlich “öffentlicher Dienst”. In verschiedenen Religionen kann die Liturgie unterschiedlich gestaltet sein, aber sie hat in der Regel das Ziel, die Gemeinschaft im Glauben zu vereinen und die Beziehung zu Gott zu stärken.
Musik zum Eingang
Eingangslied
Votum: Im Namen des Vaters und des Sohnes und Heiligen Geistes
Notenbild/Melodie Eingangs-Amen
Gesungen: Amen.
Eingangsspruch / Psalm
Notenbild/Melodie Gloria Patri
Gesungen: Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Amen.
oder Liedstrophe
Gebet
Gesungen: Amen.
Schriftlesung
Gesungen: Halleluja, Halleluja, Halleluja.
Während der Passionszeit:
Gesungen: Amen.
[Lied oder Chorgesang, Zweite Schriftlesung
Notenbild/Melodie Lobruf: Lob sei dir, o Christe.]
Lied vor der Predigt
Predigt
Lied nach der Predigt
Abkündigungen
Dankopfer
Fürbittengebet
[Stilles Gebet]
Vater unser
Segen
Gesungen: Amen, Amen, Amen.
Musik zum Ausgang
Wann bzw. wo beginnt ein Gottesdienst? Vermutlich schon mit dem Läuten der Glocken, die die Gemeinde zur Versammlung rufen. An der Tür wird begrüßt, man unterhält sich noch kurz.
Dann, nach der Anfangsmusik (meistens Orgel) wird die Begrüßung gesprochen und es gibt ein paar Infos zum Gottesdienst, bspw. das Thema des Sonntags.
Danach wird auch liturgisch der Gottesdienst eröffnet: mit dem Votum. Alles, was im Gottesdienst geschieht, geschieht in Gottes Namen.
Der Anrufungs- und Anbetungsteil gehört noch zum Beginn des Gottesdienstes. Hier werden im sog. "agendarischen Gottesdienst" (der heißt so, weil er nach einer Agende gefeiert wird) viele rituelle und traditionelle Elemente gesprochen.
Dazu gehört das Psalmgebet, das mit seinen ca. 2500 Jahren zu den ältesten Traditionen gehört und noch aus den jüdischen Gottesdiensten übernommen wurde.
Es gibt auch etliche Wechselgesänge, die je nach Liturgie und Gemeinde gleich, aber auch unterschiedlich sein können. Viele davon stehen im Gesangbuch im vorderen Teil.
Auch ein Gebet, das Elemente der Sündenvergebung und Gnadenverkündigung beinhaltet, gehört zur Eingangsliturgie.
Hierzu gehört klassisch die Schriftlesung (oder die Schriftlesungen, in manchen Gottesdiensten gibt es mehrere davon), die nach einer bestimmten Ordnung erfolgen. Auch das gemeinsam gesprochene Glaubensbekenntnis gehört zu diesem Teil (wobei diese rituellen Elemente auch zur Eingangsliturgie gezählt werden können).
Am deutlichsten wird die Verkündigung in der Predigt, die einen biblischen Text auslegt und in vielen Gemeinden das Zentrum des Gottesdienstes bildet.
In vielen evangelischen Gottesdiensten wird das Abendmahl gefeiert. Hierbei teilen die Gläubigen Brot und Wein (oder Traubensaft) als Zeichen der Gemeinschaft mit Gott und untereinander. Es erinnert an das letzte Abendessen, das Jesus Christus mit seinen Jüngern gehalten hat.
"Gesammelt" wird hier im Fürbittengebet noch einmal das Thema des Gottesdienstes. Es bildet, meist mit dem Vaterunser zusammen, den inhaltlichen Abschluss des Gottesdienstes.
Was auch nicht fehlen darf: Die sogenannten Abkündigungen. Vor vielen Jahrzehnten, noch vor Rundfunk, Radio und Zeitungen, waren Gottesdienste der zentrale Ort, um Dinge zu verkünden, beispielsweise neue Gesetze. Das ist heute nicht mehr der Fall - aber aktuelle Infos, Einladungen und sonstiges gehört hierhin.
Zum Abschluss des Gottesdienstes spricht der Pfarrer oder die Pfarrerin den Segen aus. Danach wird die Gemeinde mit einem Entlassungswort in den Alltag entlassen. Oft wird zum Abschluss auch ein Lied gesungen.
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